Tarifvertrag der wohnungswirtschaft niedersachsen

Der Industriesektor ist von besonderem Interesse, da Tarifverhandlungen in der Regel auf Branchenebene ausgehandelt werden, so Abschnitt 2. Die von uns verwendete Branchenklassifizierung entspricht der NACE 1-Klassifikation auf zweistelliger Ebene. Es gibt auch deutliche Unterschiede zwischen den Branchen (beachten Sie, dass sich die ausgelassene Kategorie auf die Herstellung von Metallen bezieht). Die Finanz- und Versicherungsbranche weist in allen Fällen eine sehr hohe Deckung auf, in der Größenordnung von 20 bis 45 Ppoints über der ausgelassenen Kategorie. Auch die Herstellung von Koks und Chemikalien weist in allen Fällen eine hohe Abdeckung auf. Es gibt auch einige bemerkenswerte Unterschiede. So weist die Immobilienquote 2001 in allen Regionen eine sehr geringe Abdeckung auf, 2006 aber nur für Westdeutschland. Was die Veränderungen im Laufe der Zeit betrifft, so ändert sich das Ranking der Industrien für Westdeutschland und noch viel mehr für Ostdeutschland kaum. Zu einer spürbaren Veränderung in West- und Ostdeutschland gehört die starke Zunahme der Abdeckung von Datenverarbeitungs- und Informationssystemen. In Ostdeutschland nimmt die Abdeckung von Immobilien im Laufe der Zeit stark zu.

Die sechste Komponente, Nr. 6, erfasst Veränderungen in der Zusammensetzung der Unternehmen. Wenn beispielsweise ein Trend zu größeren Unternehmen besteht und größere Unternehmen andere Neigungen haben, von Tarifverhandlungen abgedeckt zu werden als kleinere Unternehmen, dann spiegelt sich dies in der sechsten Komponente wider. Tarifverträge werden in Deutschland in der Regel zwischen einem Arbeitgeberverband und einer Gewerkschaft ausgehandelt. Als Alternative zu diesen Formen der Tarifverhandlungen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer Einzelverträge aushandeln. Wenn ein Tarifvertrag zustande kommt, gilt er für alle Unternehmen, die dem entsprechenden Arbeitgeberverband angehören und in dem betreffenden Sektor und der jeweiligen Region tätig sind. Auf Seiten der Arbeitnehmer muss der Tarifvertrag rechtlich nur auf Gewerkschaftsmitglieder angewendet werden. Es ist jedoch sehr üblich, dass Arbeitgeber alle Arbeitnehmer nach dem Tarifvertrag bezahlen. 5 Denn die Arbeitgeber wollen die Verhandlungskosten senken und den Anreiz verringern, Gewerkschaftsmitglied zu werden (Fitzenberger et al. 2011). Aus diesem Grund ist die Tarifabdeckung viel höher und relevanter als die Gewerkschaftszugehörigkeit in Deutschland (Fitzenberger et al. 2013).

Der Rest dieses Artikels ist wie folgt aufgebaut: Im nächsten Abschnitt werden die deutschen Institutionen kurz über Tarifverhandlungen erläutert. Als nächstes entwickelt Abschnitt 3 die Methodik, die von der bestehenden Zerlegung für begrenzte abhängige Variablen ausgeht, und dehnt sie für unseren Fall auf eine sequenzielle Zerlegung aus. Anschließend werden in Abschnitt 4 die verwendeten Daten und beschreibende Statistiken beschrieben. In Abschnitt 5 werden die Ergebnisse dargestellt. Schließlich schließt Abschnitt 6. Ein weiterer Online-Anhang enthält weitere Details zur empirischen Analyse. 4 Die Vertretung der Union ist in den meisten OECD-Ländern stark zurückgegangen (Visser 2006; Lesch 2004; OECD 2004; Card et al. 2003; Schnabel 2013). Es ist interessant zu sehen, dass der gleiche Trend Länder mit sehr unterschiedlichen institutionellen Bedingungen wie die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich und Deutschland betrifft. 1 Dieser Trend kann wichtige Folgen haben. Insbesondere kann dies zu einem niedrigeren Lohnniveau und einer wachsenden Lohnungleichheit führen, da die Gewerkschaften dazu neigen, die Lohnverteilung von unten zu komprimieren. 2 Deutschland ist ein interessanter Fall, weil es einen bemerkenswerten Übergang vom “kranken Mann” Europas zum “Jobwunder” durchgemacht hat (Europäische Kommission 2002; Krugman 2009; Möller 2010; Dustmann et al.

2014). In Deutschland dominieren Tarifverträge den gesamten Prozess der Arbeitsbedingungen – nicht nur für Gewerkschaftsmitglieder. Die Verhandlungen können auf sektoraler oder auf Unternehmensebene stattfinden, um mehr oder weniger zentralisierte Ergebnisse zu erzielen. Sektorale Vereinbarungen gelten für alle Betriebe in dem entsprechenden Sektor und der entsprechenden Region und müssen möglicherweise sehr unterschiedliche Unternehmen in Bezug auf Größe und Rentabilität aufnehmen. In der Zwischenzeit können Vereinbarungen auf Unternehmensebene viel spezieller an den einzelnen Arbeitgeber angepasst werden. Aus diesem Grund wurde erwartet, dass das Flexibilitätsbedürfnis der Unternehmen zu einer Situation führen könnte, in der der Rückgang der sektoralen Verhandlungen mit einem Anstieg der Unternehmensverhandlungen einhergeht.